Die Birma

Legende

Vor ewiger Zeit lebte in einem Kloster am Fuße des Lugh-Gebirges der Hohepriester Mun Ha, dessen Bart golden schimmerte. Er hatte einen Kater namens Sinh, der ihm als Orakel diente. Sinh hatte einen weißen Körper und seine Augen waren goldgelb. Nur Ohren, Nase, Schwanz und die Spitze der Pfoten hatten die Farbe des Bodens - das war ein Zeichen des Schmutzes und der Unreinheit all dessen, was den Boden berührt oder berühren kann . Alle Mönche verehrten die Göttin der Seelenwanderung, Tsun-Kyan-Kse. Ihre Augen waren saphirblau und sie hatte ein goldenes Gewand. Durch sie konnte der Geist der Priester nach ihrem Tod in einem geweihten Tier weiterleben.

Eines Tages starb der Priester Mun-Ha, als Feinde die nahegelgenen Dörfer angriffen und auch Gefahr für die Mönche entstand. Der Kater sprang mit einem sanften Sprung auf den Kopf des sterbenden Priesters und blickte auf die Statue der Göttin. Nun begann das Wunder der Seelenwanderung. Die Augen des Katers wurden saphirblau, wie die Augen von Tsun-Kyan-Kse und sein Fell färbte sich golden, wie ihre Gewänder. Die Pfoten, die den Priester berührten wurden reinweiß und blieben es für immer . Dieses war das Zeichen der Reinheit. Die Seele des Priesters lebte in Sinh weiter. 7 Tage danach starb auch Sinh und nahm die Seele von Mun-Ha mit sich, um sie der Göttin Tsun-Kyan-Kse zu bringen.

Als sich alle Mönche vor der Statue der Göttin versammelten um einen neuen Hohepriester zu ernennen, kamen alle Katzen des Klosters um den Mönchen bei der Ernennung zu helfen. Sie hatten alle weiße Pfotenspitzen und blickten jetzt durch saphirblaue, statt durch gelbe Augen. Ihr Fell hatte eine goldene Färbung angenommen...

Ursprung

Die heilige Birma entstand vermutlich aus Kreuzungen verschiedener Rassen, wie z.B. Siam, Perser colourpoint und Angora. Sie wird auch französiche Katze genannt, da sich die Franzosen von Anfang an sehr bei der Zucht engagierten. Außerdem wurde die Birma 1925 in Frankreich als eigenständige Rasse anerkannt und ein Standard verfasst.

Aussehen

Die Birma zählt zu den Pointkatzen. Ihr Fell ist elfenbeinfarben und nur die kälteren Regionen ihres Körpers sind dunkel gefärbt. Diese Regionen nennt man "Points". Es gibt viele verschiedene Pointfarben, welche unten einzeln erläutert werden. Die Augenfarbe der Birma ist tiefblau, außerdem hat sie an allen vier Pfoten "weiße Handschuhe". An der Rückseite der Hinterpfoten zieht sich das Weiß dreiecksförmig nach oben, dies sind die "Sporen". Die Birma zählt zu den Semilanghaarkatzen (Halblanghaar), ihr Fell ist seidig und sehr pflegeleicht, kämmen ist kaum nötig, da es sogut wie nie verfilzt. Am Hals hat sie eine Krause, die bei kastrierten Tieren noch üppiger ist als bei potenten. Im Allgemeinen ist der Körperbau eher kompakt mit stämmigen Beinen und runden Pfoten. Am Kopf hat sie runde Wangen und eine "Römernase". Die Ohren sind eher klein und rundlich und nicht zu nah beieinander. Da das Fell der Birma eine besondere Struktur hat, wird die Birma von Allergikern oft besser vertragen als andere Katzen.

Charakter

Die Birma ist gut geeignet für Familien mit  kleinen Kindern, da sie ein sehr sanftes Wesen hat und nicht so schnell zornig wird. Sie ist sehr gesellig und versteht sich gut mit anderen Katzen, braucht diese sogar. Vor allem, wenn sie mehrere Stunden am Tag alleine ist. Anderen Tieren ist sie meistens gut zugestimmt.
Sie ist sehr anhäglich und sucht sich manchmal sogar einen Menschen aus, dem sie dann auf Schritt und Tritt folgt.

Pointfarben

Solid-Points:

seal-point:gleichmäßiges dunkles Schwarzbraun blue-point:gleichmäßiges Graublau
chocolate-point:gleichmäßiges Milchschokoladenbraun lilac-point:Gletschergrau mit einem Hauch von Rosa
red-point:warmes Orangerot cream-point:sehr helles bräunliches Rot

Tabbyvarianten : Die oben genannten Solidpoints gibt es auch in der Tabbyvariante. Hierbei ist die jeweilige Farbe in getigerter Form sichtbar. Sehr auffällig ist hier der weiße "Schmetterling" an der Nase und die "Brille", welche durch eine weiße Umrandung der Augen auffällig ist.
Schreibweise z.B.: blue-tabby-point.

Tortievarianten: Die Tortievarianten gibt es nur bei weiblichen Katzen. Das hängt mit dem Gen für Rot zusammen, das von den Geschlechtschromosomen abhängig ist. Die betroffenen Farben sind seal, chocolate, blue und lilac. Sichtbar ist die Tortiefärbung durch rote und cremefarbene Anteile innerhalb der genannten Farben. Manche Leute finden gerade Tortie-Birmas sehr interessant, weil jede von ihnen eine andere Verteilung der Rotanteile in den Points hat und so keine der anderen gleicht.
Schreibweise z.B.: blue-tortie-point

Tortie-Tabbyvarianten: Hier haben die "Torties" zusätzlich eine Tabbyzeichnung in den Points.
Schreibweise z.B.: blue-tortie-tabby-point oder blue-torbie-point